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Osteoporose Themenübersicht

Osteoporose

Neben den Zähnen sind die Knochen die stabilsten Bestandteile
unseres Körpers. Sie bilden das Skelett und halten somit unseren
Körper in einer aufrechten Position, außerdem schützen sie wichtige
innere Organe, wie unser Gehirn, vor äußeren Einflüssen.
Knochen werden durch Stoffwechselprozesse ständig auf-, um-
und abgebaut. Die Knochen und ihre Knochenzellen werden durch
das Blut ernährt, indem es wichtige Stoffe zum Knochenauf- und
Umbau hinzuführt und Abfallstoffe abtransportiert. Osteoporose,
auch Knochenschwund genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung
der Knochen, die eben in diesem Prozess ihre Auswirkungen zeigt.


Wodurch entsteht Osteoporose?
Um die Knochen gesund zu halten benötigt der Körper Calcium,
da es dem Knochen als „Kalksalz“ die benötigte Stabilität verleiht.
Verfügen wir allerdings über zu wenig Calcium im Körper, beginnt
er dieses wichtige Mineral aus den Knochen abzubauen – die
Knochenstruktur wird spröde und „löchrig“, Brüche sind die Folge. 



mit freundlicher Genehmigung von Herrn Prof. Dr. Dr. Christian
Kasperk, Leiter Sektion Osteologie, Medizinische Universitäts-
klinik Heidelberg


Wen betrifft es?
Frauen sind im Vergleich zu Männern deutlich häufiger betroffen,
laut Kärntner Frauengesundheitsprogramm aus dem Jahr 2006
leidet immerhin jede dritte Frau an Osteoporose. Ein Drittel aller
Frauen erkrankt erst nach den Wechseljahren, natürlich kann
man aber auch in jüngeren Jahren davon betroffen sein.
Genaue Zahlen über Osteoporoseerkrankungen in Österreich
sind nicht bekannt, die Schätzungen liegen zwischen 740.000
und 470.000 Betroffenen. Auch für Kärnten gibt es keine
genauern Zahlen, doch verzeichnen wir immerhin einen
60%igen Frauenanteil bei orthopädischen Erkrankungen
(bei der Diagnose „Verletzung der Hüfte und des
Oberschenkels“ sind es sogar 70%!). Eine quälende
Erscheinung der Osteoporose sind heftige Schmerzen,
die vor allem Frauen still ertragen glauben zu müssen.
In Folge setzt sich ein Teufelskreis in Gang: die Angst
vor Schmerzen und Knochenbrüchen führt zu Bewegungsmangel,
wodurch die Erkrankung weiter fortschreiten kann. Dem
Frauengesundheitsprogramm zu Folge sollen Ärzte vor allem
Frauen auf die Möglichkeiten der Schmerztherapie aufmerksam
machen, um ihnen gut informiert einen selbstbestimmten und
bewussten Umgang mit ihrer Erkrankung zu ermöglichen.

Was kann ich tun?
Laut Fachexperten sollte eine calciumreiche Ernährung
(empfohlene Tagesdosis: 1000 mg; zu finden in Milchprodukten,
Obst, Gemüse, Getreide und Fisch) uns in jedem Alter begleiten.
Phosphat (in Fleisch, Wurst, Schmelzkäse oder Cola) sowie
Oxalsäure (in Schwarzem Tee, Kakaopulver und Spinat) sollten
eher in Maßen genossen werden, da sie die Calciumeinlagerung
eher behindern.

Tägliche Bewegung bei Tageslicht und frischer Luft hebt nicht
nur die Stimmung sondern fördert auch die körpereigene Bildung
von Vitamin D, das bei der Einlagerung von Calcium in den
Knochen von großer Bedeutung ist. Sanfte Sportarten wie
Nordic Walking oder sanftes Lauftraining sind ebenso wie
Tanzen oder Tennis bestens geeignet. Mit gezielten
Dehnungsübungen und leichtem Kraft- und Koordinationstraining
runden Sie Ihr Trainingsprogramm ab. Rauchen und Alkohol
senken den Vitamin D Spiegel im Körper und behindern somit
ebenfalls die Calciumeinlagerung.

Unser Fettgewebe dient dem Körper nicht nur als Schutz und
Energiespeicher sondern auch als Produktionsort und Speicher
für Sexualhormone (vor allem Östrogen). Durch Essstörungen
wie Magersucht und Bulimie kommt es nicht nur zu einer
ungesunden Fehlernährung sondern auch zu Störungen unsers
Hormonhaushaltes – das Risiko an Osteoporose zu erkranken
steigt erheblich.

Wer sich genauer über gesunde Ernährung informieren will kann
die ernährungsmedizinische Beratung der Kärntner
Gebietskrankenkasse kostenlos in Anspruch nehmen!

Bücher zum Thema finden Sie in unserer hauseigenen Bibliothek
zum kostenlosen Verleih während der Öffnungszeiten.

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9.00 - 13.00
Mi 15.00 - 18.30



Linktipps

•Informationen zum Thema „Knochen“ und „Knochenschwund“
für Betroffene und Angehörige:
http://www.osteoporose.de/

•Infos und News zum Thema Osteoporose:
http://www.netdoktor.at/health_center/osteoporose/index.shtml

•Univ. Prof. Dr. Heinrich Resch, Krankenhaus der Barmherzigen
Schwestern, gibt Tipps und Infos zum Thema:
http://www.osteoporose.co.at/ernaehrung.html

•Online Version der Zeitschrift „Medical Tribune“:
http://www.medical-tribune.de/patienten/ratgeber/osteoporose/

•Ernährungsberatung der Kärntner Gebietskrankenkasse:
LINK 1: http://www.kgkk.at/portal/
LINK 2: http://www.kgkk.at/portal/


Quellenangaben:

• Abbildung 1: aktiv&gesund , Opfermann Arzneimittel.
Gesund bis auf die Knochen – Osteoporose muss nicht sein.
S.6.
Barmer Ersatzkasse, Wuppertal. (broschiert)
http://www.osteoporose.de/; Zugriff am 21.11.2008,
12:30
http://www.netdoktor.at
Zugriff am 21.11.2008, 12:49
• Vgl. http://www.osteoporose.co.at/ernaehrung.html
Zugriff am 9.12.2008, 10:37
Univ. Prof. Dr. Heinrich Resch, von der Medizinischen
Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen
Schwestern, gibt Tipps zum Thema
• Bartl, Rainer. Osteoporose – Prävention • Diagnostik
• Therapie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2001.
http://www.medical-tribune.de/;
Zugriff am 9.12.2008, 11:43
• Vgl. http://www.osteoporose.co.at/ernaehrung.html;
Zugriff am 9.12.2008, 10:37




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