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Kärntner Frauengesundheitsprogramm - Abstract
Das Frauengesundheitszentrum Kärnten führte im Auftrag des Landes Kärnten, Abteilung 12 – Sanitätswesen im Jahr 2005 und 2006 das Projekt „Entwicklung eines Frauengesundheitsprogramms für das Bundesland Kärnten“ durch. Die Finanzierung des Projektes erfolgte durch das Land Kärnten, das Frauengesundheitszentrum Kärnten und den Fonds Gesundes Österreich. Die Kärntner Gebietskrankenkasse unterstützte das Projekt ebenso.
Das entstandene Kärntner Frauengesundheitsprogramm ist ein Planungsinstrument für frauengerechtere Gesundheitspolitik, Gesundheitsstrukturen und Gesundheitsarbeit im Bundesland Kärnten.
Das Kärntner Frauengesundheitsprogramm enthält allgemeine Daten zur Kärntner Bevölkerung sowie Daten zu Gesundheiten und Krankheiten von Kärntner Frauen. Das Kernstück des Kärntner Frauengesundheitsprogramms bilden Maßnahmen zu Frauengesundheiten allgemein und zu sechs konkreten Handlungsfeldern. Diese Handlungsfelder sind: Wechseljahre, Osteoporose, Psychische Gesundheiten, Tourismus, Behinderungen sowie Sexualitäten junger Frauen. Als Querschnittsmaterien für jedes Handlungsfeld wurden definiert: Gewalt gegen Frauen, Berücksichtigung regionaler Besonderheiten und frauengerechte Information.
Das Kärntner Frauengesundheitsprogramm liefert Maßnahmen, die auf Verhaltensänderungen einzelner Frauen abzielen, ebenso wie auf die Veränderung von Verhältnissen und Strukturen. So gibt es Maßnahmen in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung, andere Maßnahmen beziehen sich auf die Forschung, Schaffung von Infrastruktur oder auf Qualifizierungsmaßnahmen und Veranstaltungen.
Das Kärntner Frauengesundheitsprogramm basiert auf der Tatsache, dass Gesundheiten und Krankheiten nicht als geschlechtsneutral verstanden werden können, sondern in vielen Belangen geschlechtsspezifische Merkmale aufweisen. Das Kärntner Frauengesundheitsprogramm geht davon aus, dass die Lebensverläufe und damit auch die Gesundheits- und Krankheitsprozesse von Frauen unterschiedlich sind. Diesem Umstand wird unter anderem damit Rechnung getragen, dass die grammatikalisch ungewöhnliche Pluralform „Frauengesundheiten“ verwendet wird.
Die Maßnahmen des Kärntner Frauengesundheitsprogramms wurden mit viel Sorgfalt und basierend auf dem Wissen und den Erfahrungen einer großen interdisziplinären ExpertInnengruppe erarbeitet.
Das Kärntner Frauengesundheitsprogramm wurde im April 2006 vom Gesundheitsreferenten des Landes Kärnten gemeinsam mit dem Frauengesundheitszentrum Kärnten und dem Forschungsteam von Solution, Sozialforschung & Entwicklung der Öffentlichkeit präsentiert.
zum Download Kärntner Frauengesundheitsprogramm

„Lust auf Leben®“ ist geschlechtsbewusste Gesundheitsförderung mit Schwerpunkt auf die Prävention von Ess-Störungen im Lebensraum Schule. Das in Österreich einzigartige Programm „Lust auf Leben®“ wurde vom FGZ Kärnten entwickelt und ist beim Österreichischen Patentamt als Marke gemeldet. Eine umfassende Dokumentation, ein vielfältiger Methodenkoffer und ein reicher Erfahrungsschatz sind die Grundlagen für die zukünftige Durchführung dieses Programms in Kärntens Hauptschulen. Im Auftrag der Landessanitätsdirektion wird dieses Programm Kärntner Hauptschulen angeboten.
Mit dem Programm „Lust auf Leben®“ werden nachhaltige, gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen in der Schule geschaffen und die Entwicklung, Sammlung und Verbreitung übertragbarer Methoden und Maßnahmen für Gesundheitsförderung gefördert. Es werden umfangreiche Information zu und Sensibilisierung von beteiligten Erwachsenen für Gesundheitsförderung unter besonderer Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten (sex und gender) und Prävention von Ess-Störungen erreicht. Mit „Lust auf Leben®“ kommt es zur Förderung von Gesundheitsressourcen und Lebenskompetenzen, sowie zur Bewusstseinsbildung für gesundheitsgefährdendes Verhalten und Gegenmaßnahmen. Ziel ist es zu gesundheitsförderlichem Verhalten und Verhältnissen im Lebensraum Schule zu motivieren und gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen zu fördern. Mit „Lust auf Leben®“ werden Impulse für dauerhafte gesundheitsförderliche Maßnahmen in der Schule gesetzt.
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