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Wechseljahre
Die Wechseljahre sind eine Lebensphase, die von physischen und psychosozialen Veränderungen gekennzeichnet ist und von Frauen sehr unterschiedlich erlebt wird. Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sie sind eine natürliche Phase im Leben jeder Frau und die Mehrheit der Frauen braucht keine medizinische Behandlung. Leider wird das im medizinisch-gesellschaftlichen Kontext oft anders gesehen und die Wechseljahre oft als behandlungswürdiger „Zustand“ definiert.
Die Wechseljahre können auch eine Zeit des Bilanzierens sein, in der Frauen auf das zurücksehen, was sie bisher erlebt haben und wie sie weiterleben möchten.
Daten und Fakten:
• Laut Kärntner Ärztekammer gingen die Hormongaben an Frauen in den Wechseljahren zwischen 2002 und 2003 von 700.000 auf 300.000 Verschreibungen zurück.
• Ab dem 41 Lebensjahr nimmt bei Frauen die Häufigkeit von gynakologischen Untersuchungen ab.
• 2002 waren 22 % der KärntnerInnen älter als 60 Jahre, 2030 werden es geschätzte 36 % sein.
• Die Lebenserwartung der Frauen liegt bei rund 83 Jahren und ist damit um 7 Jahre höher als jene der Männer.
• Das unabhängige Gremium des National Institute of Health (USA) fordert aktuell eine Entmedikalisierung der Wechseljahre; der Umstand, gesunden Frauen ohne nennenswerte Beschwerden Hormone zu geben, ist als Fehlbehandlung von außerordentlicher Größenordnung und Tragweite zu sehen.
• Frauen verbringen aufgrund der stark angestiegenen Lebenserwartung rund ein Drittel ihrer Gesamtlebenszeit in der Phase nach den Wechseljahren.
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