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Ess-Störungen Themenübersicht

Ess-Störungen

Schlanksein, Jugend und Fitness werden heute als Wundermittel für ein problemloses Leben verkauft. Die Angst, ohne den perfekten Körper nicht geliebt zu werden, nicht erfolgreich zu sein, kann zu ständigem Kalorienzählen, zwanghafter Kontrolle des Körpergewichtes, Diäten, Essanfällen und zu zunehmender Unzufriedenheit mit sich selbst führen. So können Ess-Störungen beginnen.

Das FGZ Kärnten arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich in der Prävention, Beratung und Information rund um Ess-Störungen. 






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"Wie du Freundinnen und Freunden hilfst."

Handbuch Ess-Störungen 

Wegweiser zum Thema Ess-Störungen

Ab sofort ist dieser Wegweiser mit Anlaufstellen in Kärnten im Bereich Ess-Störungen als Download erhältlich.

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Daten und Fakten

• Zu Ess-Störungen werden die Magersucht (Anorexia nervosa), Bulimie (Bulimia nervosa,) und Ess-Sucht (Binge Eating Disorder) gezählt. Neben der psychosomatischen Komponente von Ess-Störungen sind der Kontrollverlust und die Zwanghaftigkeit des Verhaltens charakteristisch. Dies kann bei Magersucht die Unfähigkeit bedeuten, mit dem Hungern aufzuhören. Bei Ess-Sucht die Unfähigkeit das Überessen zu stoppen und bei der Bulimie, mit Ess-Anfällen und nachfolgendem „Ungeschehen-Machen“, Schluss zu machen. Ess-Störungen werden daher als psychosomatische Erkrankungen mit Suchtcharakter definiert.

• Für gesamt Österreich liegen über die Häufigkeit von Ess-Störungen keine repräsentativen Zahlen vor. Geschätzte 200.000 Österreicherinnen erkranken einmal in ihrem Leben an einer Ess-Störung. Von den 15- bis 20jährigen Mädchen leiden mindestens 2500 an Magersucht, weitere 5000 sind sehr gefährdet bzw. zeigen schon einzelne Symptome. Unter den 20 – 30jährigen Frauen finden sich 6.500 mit einer Bulimie. Da die Schätzungen auf Behandlungszahlen basieren und bei diesen Erkrankungen generell hohe Dunkelziffern vermutet werden, vor allem bei Bulimia nervosa, bei der – im Gegensatz zu Magersucht und Esssucht (Binge Eating) – das äußere Erscheinungsbild der Betroffenen zumeist keinen Hinweis auf die Erkrankung gibt, stellen sie nur die Spitze des Eisberges dar.

• Das Zusammenwirken vieler unterschiedlicher Faktoren spielt bei der Entstehung von Ess-Störungen eine Rolle. Es sind gesellschaftliche, familiäre aber auch persönlichkeitsspezifische und biologische Faktoren, die wenn sie gemeinsam Auftreten das Risiko an einer Ess-Störung zu erkranken, erhöhen. Notwendig sind daher frühzeitige, multiprofessionelle und geschlechtssensible Prävention und Behandlung, um Neuerkrankungen oder die Chronifizierung der Erkrankungen zu verhindern.

• Zu den größten Risikofaktoren für die Entstehung von Ess-Störungen zählen die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und Diätverhalten. Im Rahmen des Programms „Lust auf Leben®“ in der Hauptschule Moosburg (2006 bis 2007) führte das FGZ Kärnten eine Fragebogenerhebung mit 107 Kindern (2. und 3. Klasse) durch.
30 % der Mädchen und 18 % der Burschen gaben an, aktuell eine Diät zu machen oder etwas anderes zu tun, um abzunehmen.
43 % der Mädchen und 17 % der Burschen gaben an, mit ihrem Aussehen nicht zufrieden zu sein.