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Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der zum Ziel hat, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung Ihrer Gesundheit zu befähigen. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl Einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. sie verändern können. Die Verantwortung für Gesundheitsförderung liegt deshalb nicht nur beim Gesundheitssektor, sondern in allen Bereichen der Politik.
Gesundheitsförderung umfasst somit die Erweiterung des Wissens des / der Einzelnen über die Funktionsweisen ihres / seines Körpers und die Möglichkeiten der Vermeidung von Erkrankungen, die Stärkung ihrer / seiner Kompetenzen im Umgang mit dem Gesundheitssystem sowie die Erhöhung ihres / seines Bewusstseins über die politischen und anderen Faktoren der physischen und sozialen Umwelt, die ihre oder seine Gesundheit beeinflussen.
Gesundheitsförderung richtet sich also im Unterschied zur Prävention nicht ausschließlich an einzelne Menschen oder Bevölkerungsgruppen, sondern sie zielt immer auch auf eine Verbesserung von strukturellen Einflussfaktoren auf Gesundheit ab.
Ein weiterer Unterschied zur Prävention ist, dass die Gesund- heitsförderung nicht störungs- oder krankheitsspezifisch arbeitet, sondern ganzheitlich. Sie orientiert sich an den Stärken und Ressourcen von Menschen oder Organisationen, in denen Menschen leben und arbeiten. Es geht nicht um die Frage, was Krankheiten verhindert, sondern im Vordergrund steht immer, wie und wo Gesundheit erhalten werden kann.
Prävention
Unter Prävention werden alle Aktivitäten verstanden, die gesundheitlichen Gefahren vorbeugen sollen. Sie zielt also auf die Verhinderung von Krankheiten ab.
In der Fachsprache unterscheidet man drei verschiedene Arten der Prävention:
Die Primärprävention dient der Risikoreduktion, sie will das Auftreten von Erkrankungen verhindern.
Die Sekundärprävention setzt ein, wenn bereits eine Krankheit besteht. Sie richtet sich an Betroffene und zielt auf Früherkennung und Behandlung ab, um eine Chronifizierung von Erkrankungen zu verhindern.
Die Tertiärprävention findet nach oder während einer Krankheit statt. Sie dient der Vermeidung von Folgeschäden und will helfen, dass trotz Erkrankung ein ausgefülltes Leben geführt werden kann.
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