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Frauen und Gesundheiten
Gesundheit
Gesundheit fliegt uns nicht einfach zu. Frauen und Männer müssen und können durch ihre Entscheidungen und durch ihr konkretes Verhalten einen Beitrag für den Erhalt oder die Wiedererlangung von Gesundheit leisten. Sie können das tun, in dem sie Verhaltensweisen meiden, die der Gesundheit unmittelbar schaden (z. B. Bewegungsmangel, Medikamentenmissbrauch) und indem sie einen gesundheitsförderlichen Lebensstil (z. B. Ruhepausen, abwechslungsreiche Ernährung) pflegen.
Damit die einzelne Frau und der einzelne Mann sich aktiv und eigenverantwortlich für die eigene Gesundheit einsetzen kann, braucht sie oder er nicht nur bestimmte persönliche Fähigkeiten. Frauen und Männer benötigen dazu im gleichen Maß Rahmenbedingungen, die ihnen ermöglichen, sich für ihre Gesundheit einzusetzen. Solche Rahmenbedingungen sind ein soziales Umfeld und eine Gesellschaft, die Mitgestaltung und Beteiligung ermöglichen. Das bedeutet, die unterschiedlichen Lebensräume von Frauen und Männern wie z. B. Familie, Schule, Arbeitsplatz oder Gemeinde müssen gesundheitsförderlich gestaltet werden. Denn Gesundheit entsteht dort, wo Frauen und Männer arbeiten, leben, lernen, spielen und lieben.
Frauengesundheiten
Frauen und Männer unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Organe, Hormone oder ihrer Fähigkeiten wie Schwangerschaft und Geburt. Frauen und Männer sind auch unterschiedlichen gesellschaftlichen Erwartungen ausgesetzt. Nach wie vor besteht ein geschlechtsspezifisches Ungleichgewicht, was Bildung, Einkommen und damit Einflussnahme auf die Gesundheit des oder der Einzelnen betrifft.
Frauen haben auch einen anderen Umgang mit Gesundheiten: sie gehen anders mit Stress um, sie ernähren sich anders, nehmen gesundheitsfördernde Maßnahmen anders in Anspruch und haben ein anderes Vorsorgeverhalten als Männer. Sollen Krankheiten verhindert und Gesundheiten erhalten werden, müssen alle diese Faktoren berücksichtigt werden.
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